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Warum der Tradwife-Trend so gefährlich ist

Chefredaktion von Chefredaktion
August 22, 2026
in Lifestyle
Lesezeit: 6 mins read
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Warum der Tradwife-Trend so gefährlich ist

Millionen folgen Nara Smith aus Frankfurt auf TikTok, die ihren Alltag als hingebungsvolle, schöne und attraktive Hausfrau und Mutter mit Fürsorge, kreativen Deko-,Koch- und Backideen postet – Tradwife ist die wohl größte Bewegung der Gen-Z-Frauen. Der Gegentrend zur Emanzipation romantisiert die Hausfrau- und Mutterrolle bei den 19- bis 25-jährigen. Die Realität aber sieht anders aus. Der Trend ist höchst gefährlich: Nicht nur Finanzexperten warnen vor der ökonomischen Abhängigkeit der Betroffenen, auch Persönlichkeits-Coaches wie Vera Perkovic aus Neuss sehen diesen Hype mit großer Sorge: „Ich sehe genau diese sogenannten Tradwifes mit Mitte 40. Sie haben nie gelernt, Nein zu sagen und sich dabei selbst verloren, weil sie immer die Bedürfnisse anderer erfüllt haben“. Der Bedarf an Coaching und Begleitung für diese betroffenen Frauen sei enorm, so die Hypno-Coachin, Mitglied des Verbandes der Deutschen Hypnose. Vera Perkovic setzt sich stark für eine sachliche Aufklärung über Hypnose ein und hat zudem ein Kombinationsprogramm aus Coaching plus Hypnose für ihr Programm „ich zuerst“ entwickelt.

Familienorganisator im Kopf

Mental Load bezeichnet die unsichtbare Denkarbeit hinter dem Organisieren des Alltags. Wäsche, Einkauf, Kinder, Job, Familienorganisation – mal eben nebenbei. Der Mental Load bezeichnet die Last der alltäglichen Verantwortung für Haushalt und Familie, die Beziehungspflege sowie das Auffangen persönlicher Bedürfnisse und Befindlichkeiten. All das bleibt mehrheitlich an Frauen hängen und bedeutet, im Kopf ständig an alles denken zu müssen. Wer über Jahre permanent für andere mitdenkt, kann irgendwann das eigene Ich aus dem Blick verlieren. Die Frage „Was möchtest du?“ wird dann schwieriger als die Frage „Was brauchen die anderen?“. Das kann sich über Jahre zu einem Lebensgefühl entwickeln: Ich funktioniere, aber ich lebe nicht mehr wirklich für mich. Deshalb halten Persönlichkeits-Coaches wie Vera Perkovic den Trend Tradwife für höchst gefährlich. „Die mentalen Auswirkungen davon, stets für andere da zu sein, es allen recht zu machen und sich selbst zu vernachlässigen, zeigen sich erst viele Jahre später“, weiß die Expertin.

Tradwife im Trend

Parallel dazu ist in sozialen Netzwerken ein Gegenentwurf zum modernen Leistungsmodell sichtbar geworden: die sogenannte Tradwife-Bewegung. „Tradwife“ steht für traditional wife, also eine Frau, die sich bewusst an einem traditionellen Rollenmodell orientiert. Typisch ist die Vorstellung, dass der Mann primär für das Einkommen zuständig ist, während die Frau Haushalt, Familie und Kinder übernimmt. In sozialen Medien wird dieses Lebensmodell häufig ästhetisch inszeniert: Kochen, Backen, Hausarbeit, Kinderbetreuung und ein scheinbar entschleunigtes Familienleben werden zum Lifestyle. Interessant ist dennoch, dass das traditionelle Rollenbild bei jungen Frauen in Deutschland keineswegs verschwunden ist. Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, die 2025 ausgewertet wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass sich rund 19 Prozent der untersuchten Frauen zwischen 20 und 30 Jahren mit Einstellungen identifizieren, die dem Tradwife-Rollenbild ähneln. Dazu gehört unter anderem die Vorstellung, Mutterschaft als zentrale Lebensaufgabe einer Frau zu betrachten und eine traditionelle Arbeitsteilung in der Partnerschaft zu unterstützen. 

Ich zuerst ist kein Egoismus

An diesem Punkt treffen sich Tradwife-Debatte, Mental Load und Selbstfürsorge.  Vera Perkovic setzt mit ihrem neuen Konzept „Ich zuerst“ an diesem Punkt an. „Ich zuerst“ bedeutet bei Vera Perkovic deshalb nicht: Alle anderen sind mir egal. Es bedeutet vielmehr, die eigene Person wieder als gleichwertigen Bestandteil des eigenen Lebens wahrzunehmen. Das Konzept richtet sich an Frauen, die beispielsweise ständig funktionieren, ihre eigenen Wünsche zurückstellen, sich selbst sabotieren oder das Gefühl haben, nur noch Rollen zu erfüllen. Im Coaching können Ziele, Lebenssituation und persönliche Muster zunächst bewusst gemacht werden. Die Hypnose soll anschließend dabei unterstützen, neue Perspektiven und Verhaltensmuster emotional zu verankern. Perkovic beschreibt ihren Ansatz als individuell und lösungsorientiert. Dabei geht es nicht um ein Versprechen, dass Hypnose das Leben auf Knopfdruck verändert. Vielmehr ist Hypnose eine Methode, bei der Aufmerksamkeit gezielt nach innen gelenkt wird. Die Person bleibt dabei ansprechbar und behält die Kontrolle. Hypnose ist damit weder Zauberei noch Kontrollverlust. Sie sollte aber ebenso wenig als Allheilmittel dargestellt werden.

Hypnose ist längst mehr als Show auf einer Bühne. Sie wird als Methode zur Unterstützung bei unterschiedlichen Beschwerden und Verhaltensänderungen eingesetzt. Hypnose-Coach Vera Perkovic aus Neuss geht mit ihrem neuen Konzept „Ich zuerst“ noch einen Schritt weiter: Sie kombiniert Coaching und Hypnose für Frauen, die über Jahre vor allem für andere funktioniert haben und dabei den Kontakt zu sich selbst verloren haben. Hausbesuche und eine Abrechnung, bei der nicht die Minuten, sondern der individuelle Prozess im Mittelpunkt steht, gehören zu ihrem besonderen Konzept. 

Effekte verstärken sich durch Hypnose

Coaching arbeitet vor allem mit dem bewussten Erkennen: Was möchte ich verändern? Welche Ziele habe ich? Wo sage ich zu häufig Ja? Welche Rolle spiele ich in meiner Familie oder Partnerschaft? Welche Bedürfnisse habe ich selbst? Hypnose setzt an einem anderen Punkt an: Eingefahrene Gewohnheiten und automatische Reaktionsmuster können bewusst gemacht und im Rahmen einer Hypnosesitzung bearbeitet werden. Perkovic arbeitet dabei unter anderem mit Hypnose und dem Yager-Code. Zu ihrem Angebot gehören außerdem eine persönliche Hypnose-Audio und eine mehrwöchige Begleitung nach einer Komplettsitzung. „Ich zuerst“ bedeutet bei Vera Perkovic deshalb nicht: Alle anderen sind mir egal. Es bedeutet vielmehr, die eigene Person wieder als gleichwertigen Bestandteil des eigenen Lebens wahrzunehmen. Das Konzept richtet sich an Frauen, die beispielsweise ständig funktionieren, ihre eigenen Wünsche zurückstellen, sich selbst sabotieren oder das Gefühl haben, nur noch Rollen zu erfüllen. Im Coaching können Ziele, Lebenssituation und persönliche Muster zunächst bewusst gemacht werden. Die Hypnose soll anschließend dabei unterstützen, neue Perspektiven und Verhaltensmuster emotional zu verankern. Perkovic beschreibt ihren Ansatz als individuell und lösungsorientiert. Dabei geht es nicht um ein Versprechen, dass Hypnose das Leben auf Knopfdruck verändert. Vielmehr ist Hypnose eine Methode, bei der Aufmerksamkeit gezielt nach innen gelenkt wird. Die Person bleibt dabei ansprechbar und behält die Kontrolle. Hypnose ist damit weder Zauberei noch Kontrollverlust. Sie sollte aber ebenso wenig als Allheilmittel dargestellt werden. 

Individuell, zuhause und mit Nachbereitung

Auch beim Ort der Begleitung geht Perkovic einen anderen Weg. Ihre Hypnose kann nicht nur in ihrer Praxis in Neuss oder online stattfinden. Auf Wunsch kommt sie zu ihren Klientinnen nach Hause. Gerade für Frauen, die ohnehin einen vollgepackten Alltag haben, kann das eine praktische und niedrigschwellige Alternative sein. Das Konzept passt damit auch inhaltlich zum Gedanken von „Ich zuerst“: Die Frau muss nicht erst ihren gesamten Alltag umorganisieren, um sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Ein weiterer Unterschied liegt in der Abrechnung. Perkovic stellt bei ihrer Hypnose-Komplettsitzung nicht die einzelne Minute in den Mittelpunkt. Eine Sitzung dauert laut ihrem Angebot in der Regel zwischen 60 und 120 Minuten und umfasst neben dem telefonischen Erstgespräch ein intensives Vorgespräch, die individuelle Hypnose, ein Nachgespräch, eine persönliche Audio und drei Wochen persönliche Begleitung. Die Komplettsitzung kostet 300 Euro. Kurze Sitzungen werden separat nach Zeit abgerechnet. Für Vera Perkovic beginnt Veränderung dort, wo eine Frau nicht länger nur darüber nachdenkt, wie sie noch besser funktionieren kann. Sondern darüber, wie sie wieder mehr sie selbst werden möchte. Denn vielleicht braucht es nicht noch mehr Selbstoptimierung. Vielleicht braucht es manchmal einfach den Mut, sich selbst wieder auf die eigene Prioritätenliste zu setzen.

Autorenbox

Als Mitglied im Verband der Deutschen Hypnose orientiert sich Vera Perkovic an anerkannten Qualitätsstandards. In NRW gibt es schätzungsweise 500-800 Hypnosecoaches. Vera Perkovic betreibt eine von nur 20 Praxen, die Hausbesuche anbieten. Ihr Konzept ist einzigartig in NRW: Jede Begleitung umfasst ein ausführliches kostenloses Vorgespräch, individuell zugeschnittene Hypnosen, persönliche Audioaufnahmen zur Nacharbeit mit einer Selbsthypnose.

INFOKASTEN

Dass Frauen im Alltag besonders viel unbezahlte Arbeit übernehmen, ist nicht nur ein subjektives Gefühl. Die amtliche Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamtes zeigt für Deutschland deutliche Unterschiede. Frauen ab 18 Jahren leisten im Durchschnitt rund 29,5 Stunden unbezahlte Arbeit pro Woche, Männer knapp 20,5 Stunden. Dazu gehören unter anderem Hausarbeit, Kinderbetreuung, Pflege und Haushaltsorganisation. Der Gender Care Gap liegt nach den revidierten Daten der Zeitverwendungserhebung 2022 bei 43,4 Prozent. Frauen leisten damit täglich durchschnittlich 1 Stunde und 16 Minuten mehr unbezahlte Arbeit als Männer. Noch deutlicher wird die Situation bei Müttern. 2025 arbeiteten laut Destatis 66,4 Prozent der erwerbstätigen Mütter mit Kindern unter 18 Jahren in Teilzeit, bei Vätern waren es lediglich 8,6 Prozent. Frauen übernehmen damit nicht nur einen großen Teil der unbezahlten Arbeit, sondern reduzieren wesentlich häufiger ihre Erwerbsarbeit. Der Mental Load wird gemeinhin als nicht der Rede wert erachtet und ist somit weitgehend unsichtbar. 



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